Outriders kam am 01.April auf den Markt. Mich hat das Spiel leider erst am 19.04 in seinen Bann gezogen.

Ich habe Outriders schon in vielen Berichten vor seiner Veröffentlichung verfolgt und war gespannt, wie es zum Release sein wird, war mir aber dort noch nicht sicher, ob ich es mir kaufen würde. Durch meinem persönlichen Umzug hatte ich allerdings auch nicht die Möglichkeit mir die Demo im Vorfeld zu Gemüte zu führen.

Dadurch, dass Outriders am ersten Tag im Xbox Game Pass vorhanden war, brauchte ich mir die Demo im Nachgang nicht mehr herunterladen, da ich so direkt in das vollständige Spiel eintauchen konnte. Nach einiger Zeit mit der Xbox Variante, welche ich auf meiner Xbox One der ersten Generation spielte, war allerdings deutlich zu spüren, dass der Entwickler People Can Fly den Fokus auf den PC und die Next-Gen Konsolen gelegt hat.
Lange Ladezeiten, ruckelige Texturen und eine recht schwammige Steuerung sind in einem sehr Action geladenen Spiel wie Outriders harte Blocker und verderben den Spielspaß enorm.

Von der Konsole auf den PC

So habe ich mich dazu entschieden, das Spiel in der Demo-Version am PC über Nvidia GeForce-Now zu spielen und siehe da: Alle Probleme der Konsolen-Version waren verschwunden.
Am Ende der Demo-Version entschied ich mich dann, das Spiel zu kaufen, da mich die Loot-Spirale vollständig in seinen Bann gezogen hat und ich tiefer in die Story und das weitere Gameplay eintauchen wollte.

Eine Demo-Version als Kaufgrund

Um ehrlich zu sein, hätte ich Outriders vermutlich jetzt nicht zum Vollpreis gekauft, wenn es nicht die Demo gegeben hätte, denn die Konsolen-Version auf meiner älteren Xbox One war kein besonders gutes Aushängeschild.
Sowieso ist in der heutigen Zeit eine Demo-Version, die auch noch unbegrenzt lange gespielt werden kann (bis zu einem gewissen Punkt im Spiel), eine starke Ausnahme, aber meiner Meinung nach genau der richtige Schritt, den auch andere Entwickler gehen sollten.

Alphas, Betas und bezahlte Early-Access-Zugänge schön und gut, aber ein Spiel in seiner Release-Fassung anzuspielen macht für mich einen deutlich besseren Eindruck und beeinflusst meine Kaufentscheidung stärker, als eine Beta, bei der noch vieles im Nachgang angepasst werden könnte.

Hier ein großes Lob an People Can Fly!

Alles Gold was glänzt?

Nein, nicht alles an Outriders ist perfekt, oder gut. Abgesehen von Bugs, die das Inventar leeren, oder Crossplay und Server Problemen zu Anfang, hat das Spiel auch Gameplay technische Probleme. So passierte es mir schon häufiger, dass meine Teleport-Fähigkeit des Assassinen ins Leere gingen, Treffer nicht korrekt erkannt wurden oder die Heilung der Fähigkeiten ausblieb, was mir schon den einen oder anderen Tod bescherte.

Ebenso ist das Balancing der Weltstufen noch Verbesserungswürdig. Verständlich ist, wenn ich auf z.B. Weltstufe 7 ein starkes Problem mit einem Boss habe, ich nach dem wechsel auf Weltstufe 6 ein etwas leichteres Spiel habe. Nicht so aber bei Outriders. Stelle ich auf einer Weltstufe ein Problem fest, weil ich kaum Schaden mache, habe ich auf einer Stufe niedriger plötzlich schon gar keine Probleme mehr, da der Boss direkt nach 2-3 Schüssen teilweise den Löffel abgibt, woran ich vorher mit derselben Ausrüstung und denselben Fähigkeiten verzweifelt bin.

Das ist zwar Vorteilhaft für den Spieler und den weiteren Verlauf beim Leveln, aber dennoch ein unverhältnismäßiges Balancing und hier sollte noch etwas an den entsprechenden Stellschrauben gedreht werden.

Was hält mich denn dann am Spiel?

Ich bin Fan von Loot- und Deckungs-Shootern und finde zu dem Gears of War noch wunderbar. Das alles vereint Outriders ziemlich gut und spätestens als ich mich mit meinem Assassinen etwas „eingegroovt“ hatte, war jede Schlacht mit einem Haufen Gegnern Spaßig, fordernd und aufregend. Die Suche nach besserem Loot tat dabei sein Übriges. Da ich mich aktuell noch in der Level-Phase bewege, kann ich zwar noch nichts zum Endgame-Content sagen, bin aber auf die Expeditionen schon voller Vorfreude gespannt!

Die Story ist zwar ganz gut, aber mehr als nettes Beiwerk letztlich auch nicht. Teilweise recht Plumpe Aufgaben, oder sehr Vorhersehbare Wendungen. Die deutschen Synchronsprecher machen aber einiges her, wodurch ich den Unterhaltungen meistens auch gerne folge, sei es in den Zwischensequenzen oder Gespräche in der Open-World.

Fazit

Outriders macht sehr vieles richtig um mich bei Laune zu halten. Derzeit sehe ich noch kein Ende, was mich vom spielen abhalten würde. Auch wenn es noch einige Bugs oder Balancing Probleme gibt, sehe ich der Entwicklung positiv entgegen, da die Entwickler sehr transparent mit ihren aktuellen Problemen und den Lösungen umgehen.

Bildquelle: Square Enix / People Can Fly