Team Garity im Interview

Das Team Garity hat sich zum Ziel gesetzt, alle Stream einnahmen an Wohltätige Organisationen zu spenden. Wir haben hierzu mit dem Gründer Matthias gesprochen, der uns ein wenig mehr Einblick in das ganze Projekt gibt.

Team Garity im Interview

Gaming-Szene: Hallo Matthias, stell dich und TeamGarity doch gerne einmal vor.

Matthias: Ja, sehr gerne. Ich heiße Matthias, bin dreißig Jahre alt und bin im Südwesten Deutschlands aufgewachsen. Nach meiner Schulzeit habe ich mehrere Jahre im Ausland gelebt. Mittlerweile bin ich zurück in Deutschland und lebe im Großraum Hamburg.

Den Twitch-Kanal TeamGarity habe ich Ende 2020 gegründet. Bei „Garity“ handelt es sich um ein Kunstwort, das die Komponenten „Gaming“ und „Charity“ miteinander verbindet. Und das „Team“, das sind wir alle: Meine Zuschauer, Mitspieler, Unterstützer und ich.

Beim TeamGarity ist der Name Programm: Wir zocken für den guten Zweck. Konkret bedeutet das, dass alle Einnahmen, die über den Kanal generiert werden, vollständig für gute Zwecke gespendet werden. Wie hoch die jeweiligen Monatseinnahmen gewesen sind, vollziehen wir am Ende eines jeden Monats gemeinsam im Stream nach, indem wir uns die entsprechenden Dashboards auf Twitch und Streamlabs anschauen. Dass diese Einnahmen dann auch tatsächlich gespendet wurden, wird beispielsweise über Spendenbescheinigungen der begünstigten Organisationen nachgewiesen.

Gaming-Szene: Wie kam es dazu, dass du das Streamen für dich entdeckt hast? Gibt es „Vorbilder“ oder andere Einflüsse, die dich vor die Kamera gelockt haben?

Matthias: Ich interessiere mich seit meiner Kindheit für Videospiele und war in Vergangenheit ab und an als Konsument auf Twitch unterwegs. Die Idee, selbst zu streamen und die Einnahmen guten Zwecken zukommen zu lassen, schwirrte mir dabei immer als Hirngespinst im Kopf herum.

Letztendlich war die COVID-bedingte Sondersituation in 2020 ausschlaggebend dafür, dass ich meine Idee in die Tat umgesetzt habe. Ich saß während des Lockdowns alleine in meiner Wohnung, konnte mich mit niemandem treffen und wollte meine Zeit dennoch möglichst gewinnbringend nutzen. Da habe ich mir einen Ruck gegeben, mir Equipment besorgt und den Kanal schließlich ins Leben gerufen.
Inspirierend waren für mich alle Streamerinnen und Streamer auf Twitch, egal wie klein oder groß. Denn sich vor die Kamera zu trauen, digitale Inhalte bereitzustellen und gleichzeitig einen Chat zu moderieren, erfordert zu Beginn einiges an Überwindung. Daran musste auch ich mich erst gewöhnen.

Gaming-Szene: Du streamst für den guten Zweck. Was waren dabei bisher deine Highlights und hast du ein persönliches Herzensprojekt?

Matthias: Für mich ist jeder Stream ein Highlight, in dem ich merke, dass sich Zuschauerinnen und Zuschauer für das Konzept hinter TeamGarity interessieren. Diese Streams waren kurz nach der Gründung des Kanals natürlich noch relativ selten, da niemand das Konzept und den Kanal kannte. Im Jahr 2021 verzeichnete der Kanal jedoch insgesamt bereits über 1.000.000 angesehene Minuten. Ich freue mich, dass so viele Menschen ihre Zeit dafür nutzen, um Teil des TeamGarity zu sein. Aber letztendlich haben wir einfach auch viel Spaß zusammen und tun gleichzeitig noch etwas Gutes.

Bei den vielen tollen Spendenaktionen, die wir bereits durchgeführt haben, fällt es mir schwer, ein Herzensprojekt zu nennen. Wir haben unsere Monatseinnahmen beispielsweise an Save the Childen, die SOS-Kinderdörfer, die Berliner Tafel oder die Hamburger Arche gespendet. Was mir auch gut gefallen hat, war, als wir zu Nikolaus und zu Ostern kleine Geschenke für rd. 100 obdachlose Menschen im Raum Hamburg gepackt haben. Mit diesen Geschenken konnten wir dem einen oder der anderen hoffentlich eine kleine Freude bereiten.

Gaming-Szene: Wie ist es mit deinem letzten Projekt gelaufen? Bist du zufrieden?

Matthias: Ursprünglich haben wir unsere Einnahmen in jedem Monat an eine andere Charity-Organisation gespendet. Es gingen also viele kleinere Beträge an die unterschiedlichsten Organisationen.
Zuletzt haben wir jedoch die Einnahmen mehrerer Monate zusammengefasst und einen vierstelligen Betrag an den in Köln ansässigen Little Home e.V. gespendet, um ein kleines fahrbares Haus für einen obdachlosen Menschen zu finanzieren. Diese Häuser sollen ihren Bewohnern die Möglichkeit geben, einen ersten Schritt zurück in die Gesellschaft zu machen und vielleicht im Anschluss eine richtige Wohnung zu finden. Die Idee, die Einnahmen mehrerer Monate an den Little Home e.V. zu spenden und so einen noch größeren Impact zu haben, kam bei den Zuschauerinnen und Zuschauern des Kanals sehr gut an. Das hat mich wirklich gefreut.

Gaming-Szene: Gibt es Pläne für 2022 die du hier gerne schon teilen möchtest?

Matthias: In 2022 wollen wir weiterhin viel Spaß zusammen haben, die Bekanntheit des TeamGarity weiter erhöhen und unseren positiven Einfluss ausweiten.
Aktuell ist geplant, die kompletten Einnahmen des Jahres 2022 – und ggf. auch 2023 – zu nutzen, um den Bau einer kleinen Schule in einem Land zu finanzieren, in dem viele Kinder noch keinen adäquaten Zugang zu Bildung haben. Das ist ein ambitioniertes Ziel, das aber durchaus erreichbar erscheint. Wir freuen uns hier über jede Unterstützung. Diese muss auch überhaupt nicht finanziell ausfallen. Bereits das kostenlose Anschauen der Kanalinhalte hilft enorm. Die Streams finden aktuell im Regelfall am Montag und Mittwoch (ab etwa 19 Uhr) sowie am Samstag und Sonntag (ab etwa 9 Uhr) statt.

Gaming-Szene: Aktuell ist Genshin Impact das Spiel deiner Wahl. Was fesselt dich so sehr daran und kannst du uns etwas mehr zum Spiel verraten?

Matthias: Genshin Impact ist ein Spiel, das oft als Klon von The Legend of Zelda: Breath of the Wild bezeichnet wurde. Mit Blick auf den Grafikstil und die frei erkundbare Open World ähneln sich die Spiele tatsächlich. Was mir an Genshin Impact besonders gut gefällt, ist das einzigartige Kampfsystem. Man spielt in dem Spiel eine Gruppe aus vier Charakteren. Allerdings sind diese Charaktere nie gleichzeitig auf dem Feld, sondern wechseln sich ab. Dieses System sorgt für unzählige Kombinationsmöglichkeiten im Kampf, ohne dass man die Schwierigkeit hätte, viele Charaktere gleichzeitig steuern zu müssen.

Genshin Impact kann kostenlos heruntergeladen werden und finanziert sich über Mikrotransaktionen. Allerdings kann man das Spiel auch sehr gut spielen, ohne Geld für Charaktere, Waffen, oder Ähnliches auszugeben. Ich spiele das Spiel seit über einem Jahr und habe noch keinen Cent für Mikrotransaktionen ausgegeben.

Gaming-Szene: Das war es auch schon mit unserem kleinen Interview. Hast du noch abschließende Worte für uns?

Matthias: Zunächst einmal möchte ich mich bei dir für das Interview bedanken. Dann wünsche ich dir alles Gute für deine Seite „gaming-szene.de“. Ich finde es immer toll, wenn sich Leute ehrenamtlich engagieren und ihrer Leidenschaft nachgehen.

Dann danke ich den Leserinnen und Lesern dieses Artikels für ihr Interesse. Wenn Ihr Spaß haben und gleichzeitig etwas für den guten Zweck tun wollt, schaut gerne einmal auf www.twitch.tv/teamgarity vorbei. Bereits mit Zuschauen unterstützt Ihr uns sehr. Das TeamGarity ist darüber hinaus auch auf Instagram und Twitter vertreten. Dort könnt Ihr uns über Likes, Retweets, etc. dabei unterstützen, die Bekanntheit dieses so ungewöhnlichen wie tollen Kanalkonzepts weiter zu erhöhen. All denen, die Lust dazu haben, danke ich schon jetzt ganz herzlich.

Wenn ihr jetzt mehr vom Team Garity erfahren möchtet, dann folgt dem Projekt in den folgenden Social Media Kanälen und wenn ihr möchtet, dann unterstützt es mit einem Follow oder auch gerne einer Spende.

Twitch
Twitter
Instagram

Wir bedanken uns ganz herzlich für das Interview und hoffen, dass das Projekt in Zukunft noch mehr fahrt aufnimmt.

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